Der 5-Millionen-Deal

28.09.2008 - Warum wir die Asbestverlagerung ablehnen!

Transportweg und Ablagerungsort

Die Hinterlassenschaft der Firma Fulgurit (eine riesige Asbestzementschlammhalde von ca. 170.000 Tonnen mit ca. 12000 Tonnen reinen Asbest) soll auf die Deponie in Hannover-Lahe "verlagert" werden. Ein halbes Jahr sollen dafür 65 LKWs täglich, nur mit Planen abgedeckt, über die "Todesstrecke A2" (NP vom 2.9.08) rollen. Man spricht von Gesamtkosten von 5 Millionen EUR netto, von denen die EU sowie Land, Region und Stadt Wunstorf knapp 90% übernehmen sollen.

Nachdem die Regionsverwaltung mit ihrem Abfallwirtschaftsbetrieb "aha" uns diese Planung als mehrfaches "win-win-Projekt" verkaufen wollte, haben wir uns mit anderen Kritikern zu einem "Bündnis gegen Asbest-(ver)schiebung" zusammengeschlossen. Dazu gehört auch der Jurist Dr. Stefan Baufeld, dem nicht einleuchten wollte, warum der Verursacher nicht für die Sanierung herangezogen wird. Er hat in einem Rechtsgutachten nachgewiesen, dass es sehr wohl möglich ist, die Fulgurit-Nachfolgefirmen für ihre "Hinterlassenschaft" verantwortlich zu machen.

Der Umweltschutzverein Isernhagen hat in seinem

"26. Isernhagener Umweltgespräch"

mit Hilfe von hochrangigen Experten

die Gesundheits- und Umweltgefahren,

die von der Region bisher verharmlost werden, zum Thema gemacht.

In der Meinung, dass es sich hierbei um einen "Wirtschaftskrimi" handeln könnte, werden wir u. a. durch den stellvertretenden Isernhagener Bürgermeister Mukrasch bestätigt, der als einziger CDU-Regionsabgeordneter dem Vorhaben nicht zugestimmt hat: Er eröffnete uns in der o. g. Veranstaltung, dass das Projekt bereits seit langem zwischen Bundes- und Landesbehörden verabredet sei. Die Auskünfte von Herrn Bernhard Klockow, FDP-Regionsabgeordneter und ehem. Leiter des Gewerbeaufsichtsamtes, waren für uns ebenfalls hilfreich.

Wir sind der Auffassung, dass neben den Gesundheits- und Umweltgefahren, die Verschwendung von Steuermitteln droht. Wie uns bekannt geworden ist, zögert die N-Bank noch mit der Bewilligung der Mittel für das Vorhaben.

Gesundheits- und Umweltschutz sind urgrüne Themen, deshalb haben wir uns immer weiter in die Thematik eingearbeitet und die Überzeugung gewonnen, dass die vorgesehene Art des Aufbaggerns, Transportierens und Abladens gesundheitlich nicht verantwortbar ist. Denn schließlich handelt es sich um das gefährlichste Mineral der Erde, so der Toxikologe H. Kruse von der Uni Kiel. Eine einzige Faser kann Lungenkrebs auslösen.

Wir sind optimistisch, dass wir mit anderen Akteuren und Betroffenen das Vorhaben noch verhindert können, denn schließlich fußt die Machbarkeit auf das Messergebnis eines Instituts, das gar keine Zulassung (Akreditierung) für Asbestmessungen hat und dessen Messprotokoll bisher nicht offen gelegt wurde.

Wir bitten die EinwohnerInnen von Isernhagen


(vornehmlich Altwarmbüchener und Sporttreibende, Erholungsuchende am See s. Anhang Karte--->Strafanzeige)
einschließlich der Mandatsträger um Unterstützung. Weitere Infos und Hilfen s. Kästen

Siegfried Lemke Wichtig:

Einspruch

Der Erörterungstermin dazu findet am 1.10.08 ab 9:30 Uhr im Bürgerhaus in Misburg statt!

konnte jeder machen, ohne eigene persönliche Betroffenheit
Wer dies im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens erheben wollte, musste diesen unbedingt bis zum 19.09.08 an das Staatl. Gewerbeaufsichtsamt, Am Listholze 75, 30177 Hannover richten.Argumente dafür gibt es im Anhang. Bitte nur einzelne Teile als eigene Einwendungen verwenden!

Strafanzeige:

Besonders persönlich Betroffene: Anlieger der Transportstrecke, Sportler, Spaziergänger am See können sich durch einfache Erklärung der Strafanzeige wegen Gesundheitgefährdung eines Altwarmbüchener Leiters einer Krankenkasse anschließen. Nähere Infos: Fon:0511-777720, email: sielemke@web.de

SL

Weitere Meldungen

GRÜNE begrüßen Einigung im Konflikt um die Boehringer-Ansiedlung

Dette und Drenske: „Mit dem gerichtlichen Vergleich wird die absolute Priorität der Sicherheit und Transparenz für die Bevölkerung beim Betrieb des Tierimpfstoffzentrums betont!“ Mehr

Stadtbezirk Bothfeld-Vahrenheide

Für die nächste Sitzung des Stadtbezirksrats am 31.05.2012 hat die GRÜNE-Fraktion eine Anfrage und drei Anträge eingereicht. Mehr

Niederflur ist wirtschaftlicher und barrierefreier!

Niederflurbahn in Blackpool Wir stehen vor einer zukunftsweisenden Entscheidung: Wie soll unser Personennahverkehr in den nächsten 30 Jahren aussehen? Mehr

Topmeldungen auf www.gruene-hannover.de

Niederflurbahn in Blackpool

Niederflur ist wirtschaftlicher und barrierefreier!

20.05.2012 Wir stehen vor einer zukunftsweisenden Entscheidung: Wie soll unser Personennahverkehr in den nächsten 30 Jahren aussehen? Mehr >>

Der neue Vorstand des Grünen Stadtverbands Hannover (v.l.n.r.: Barbara David, Tobias Leverenz, Friederike Kämpfe, Mareike Rehl / nicht im Bild: Daniel Gardemin)

Grüne Hannover wählen neuen Vorstand

10.05.2012 Friederike Kämpfe und Tobias Leverenz sind das neue Vorsitzenden-Team des grünen Stadtverbandes Mehr >>

oben, v.l.n.r.: Regina Asendorf, Thomas Schremmer, Belit Onay, unten: Maaret Westphely

Grüne nominieren LandtagskandidatInnen 2013

26.04.2012 Votenvergabe für aussichtsreiche Listenplätze Mehr >>

Grüne DirektandidatInnen (v.l.n.r.): Eva-Maria Hartmann, Katrin Langensiepen, Belit Onay, Thomas Schremmer und Maaret Westphely (Foto Björn Johnsen)

Hannovers Grüne wählen DirektkandidatInnen für die Landtagswahl 2013

19.04.2012 Kämpfe: Hannovers Grüne sind bereit, mit einem engagierten Team gegen schwarz-gelb anzutreten Mehr >>

Fukushima gedenken!

06.03.2012 Grüne Hannover rufen zur Beteiligung an der Großdemonstration in Hannover auf Mehr >>

Gruppenbild des neue gewählten Regionsvorstands

Regionsgrüne wählen neuen Vorstand

25.02.2012 Klawunde und Hagenah stimmen auf den Wechsel im Landtag ein Mehr >>