Mehr Lüften

21.07.2005 -

Grüne fordern Messungen der Luftqualität in Schulklassen Dette: "Wenn die Berliner in ihren Schulen ´dicke Luft´ gemessen haben, sollten wir unsere Klassenräume auch überprüfen!"

"Vor dem Hintergrund der gesundheitlichen Risiken und der besonderen Schutzbedürftigkeit von Kindern regen wir an, in den öffentlichen Schulen Hannovers die Kohlendioxid- und Feinstaubgehalte der Luft zu messen!", schreibt Michael Dette, umweltpolitischer Sprecher der Grünen Ratsfraktion, in einem Brief an den Wirtschafts- und Umweltdezernenten Mönninghoff. "Analog zu Schulen dürfte das auch für öffentliche Kindergärten sinnvoll sein!", so Dette.

Hintergrund:

Dem Landesamt für Arbeitsschutz, Gesundheitsschutz und technische Sicherheit Berlin liegen besorgniserregende Messergebnisse zur Lufthygiene in Berliner Schulen vor. Danach zeigen die Konzentrationen von Kohlendioxid und Feinstaub einen fast durchweg mangelhaften Zustand. Bezüglich Kohlendioxid werden in aller Regel nicht die Anforderungen der Arbeitsstättenverordnung und auch nicht die Empfehlungen des Umweltbundesamtes erfüllt. Bezüglich Feinstaub werden bei 90 bis 100 % der Innenraummessungen die seit Januar 2005 für Außenluft geltenden Grenzwerte überschritten (EU-Luftqualitätsrahmenrichtlinie). Dabei zeigt sich eine zahlenmäßige Dominanz der sehr feinen und besonders gesundheitsschädlichen Partikel (kleiner 1,0 µm). Für Berliner Schulen empfiehlt das genannte Landesamt Lüftungspläne (u. a. Stoßlüften vor und nach dem Unterricht sowie in jeder Pause) und Reinigungspläne (kein Fegen, sondern tägliche Feuchtreinigung oder Saugverfahren mit Abluftfilterung).

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